Februar Kolumne im Frei(e) Bürger Freiburg

Für alle die nicht den Frei(e) Bürger kaufen können hier die Kolumne. Der Frei(e) Bürger ist eine von ehemaligen Obdachlosen sebstgemachte Straßenzeitung. Die Redaktion besteht aus drei Leuten und zwei Zwei-Euro-Jobs. Die Verkäufer kaufen die Zeitungen direkt in der Redaktion, die aus einer handvoll  für 0,80 Euro pro Heft ein und verkaufen dieses dann für 1,50 Euro. Diese 80 Cent pro verkaufte Zeitung sind die finanzielle Grundlage für das gesamte Projekt. Kostendeckend ist die Zeitung bei rund 3500 verkauften Exemplaren.
Die aktuelle Kolumne findet man, in der Straßenzeitung Frei(e) Bürger in Freiburg. 

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Wie man auf dem Bild unschwer erkennen kann, trinke ich Tee. 
Die abgebildeten Beutel habe ich an einem Tag verbraucht. Drei Beutel pro Liter… Nun bin ich kein Kopfrechengenie, muss aber ohne zu übertreiben sagen, dass ich eine Unmenge Tee in mich hinein kippe, wenn eine Grippe mich heimsucht… Tee saufen ist im übrigen Schwerstarbeit und macht abhängig… Warum allerdings andere Leute auch Tee ohne einen krankheitsbedingten Grund trinken ist mir völlig unverständlich – das Zeug schmeckt nach heißem Wasser mit einem Tropfen Sirup… Im Vergleich zu Kaffee kann Tee nur verlieren. Aber bei Krankheit scheint das heiße Wasser wohl zu helfen… Weiter kann ich bei aller Freude über die überstandene Krankheit aber nicht verhehlen, dass ich einen Zusammenhang zwischen der Teeindustrie und den plötzlich aufkommenden Krankheits-Epidemien sehe… 

februar kolumne im freie buerger freiburg 2 300x225 Februar Kolumne im Frei(e) Bürger FreiburgDie Fenchel-& Kamillentee-Produzierenden platzieren ihre Produktreihe auffälligerweise genau in Sichthöhe eines zusammengekniffenen Körpers, wenn alle Magen-Darm-Quatsch haben. Die Pfefferminztee-Mafia macht bei Influenza-Alarm das Gleiche. Das ist doch KOMISCH, oder? In einer durchkapitalisierten Gesellschaft, wie der unseren, soll man an solch einen Zufall glauben?
Pustekuchen… nicht einlullen lassen. 
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es da eine Allianz zwischen Wasserwerken, Supermärkten und Tee-Mafia gibt… Eine Win-Win Situation für alle.
Aus noch zu ermittelnden Gründen hat die Tee-Mafia eine Schwachstelle bei den Wasserwerken entdeckt und erpresst diese auf völlig verschiedene Art und Weise. Entgegen meiner Natur, kann man da nur vermuten und wild spekulieren. Die einen Fachkräfte für Wasserversorgungstechnik erpresst man beispielsweise mit kompromittierenden Fotos, die anderen schüchtert man mit Drohungen ein oder aber man zahlt schlicht und einfach Schmiergeld. Dadurch hat die Tee-Mafia direkten Zugang zu der Wasserversorgung und kann ihre extra gezüchteten Krankheitserreger, die nur durch ein gerüttelt Maß an Teezusatzstoffen unschädlich gemacht werden können, in die Wasserversorgung einspeisen. Supermärkte sind ja geradezu prädestiniert für Erpressungen jeglicher Art und auch schon immer bereit sich jederzeit dem Filz der Korruption hinzugeben. 

Bin ich froh, wenn mir Kaffee wieder schmeckt und ich den Tee für lange Zeit in den Giftschrank ganz unten, hinten rechts verbunkern kann… hoffe allerdings inständig darauf, dass sich der ein oder andere Leser bemüßigt fühlt, mal genauer zu recherchieren. Mir fehlt da leider die Terrier- oder Wadenbeißer-Mentalität um dran zu bleiben und weiter aufzudecken. Aber da draußen gibt es bestimmt Unzählige, die nach der Stuttgart21 Vollziehung einen neuen Sinn für ihre Protesthaltung suchen und nun damit weitermachen, diesen Sumpf auszuheben und trockenzulegen. Im Zeitalter der totalen Vernetzung, sollte dies ein Kinderspiel sein. Wobei ich davon abraten würde, sich mit diesem Thema an Transparency International zu wenden. Zum einen darum, da die Herrschaften an chronischem Personalmangel zu leiden haben, und zum anderen wäre es durchaus sinnvoll, erst weitere Beweise zu sammeln, damit man vorbereitet ist, wenn dort, was mich nicht wundern würde, erst Beweise auf ihrem Schreibtisch gefordert werden, ehe sie aktiv werden. Vorbereitet sein ist das Stichwort. Außerdem machen sich Korruptionsvorwürfe einfach besser, wenn sie feinsäuberlich aufgelistet in schönen Exeltabellen präsentiert werden.
Nun ist es, denke ich, an der Zeit zu zitieren, wie sagte Deep Throat zu Bob Woodward in die Unbestechlichen (1979): „I’ll keep you in the right direction if I can, but that’s all. Just … follow the money.“

Veröffentlicht am: Februar 15, 2012



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