Die erste Kolumne im Frei(e) Bürger Freiburg

Ein fröhliches Aloha liebe Leser,

als ich neulich mal wieder eine kurze Auszeit am wirklich sehr langweiligen aber schönen Bodensee nahm, sind mir ein paar Dinge aufgefallen, welche im hektischen Großstadtalltag wohl unbemerkt an mir vorbeigezogen sind. Ziel war es, all den Ablenkungen, denen man in einer Stadt ausgesetzt ist, zu entkommen. Kurz, einfach ein paar Tage die Ruhe des Landlebens zu genießen. 
Das Erste was auffiel war, dass es wohl durchaus eine ernstzunehmende Wildpopulation gibt. Damit meine ich keine Ratten oder Ähnliches, sondern so richtiges echtes Wild. Wildschweine, Rehe, Füchse, Igel und Hasen tummeln sich zuhauf in den Wäldern. Dies wirft natürlich eine Reihe von Fragen auf: 
Wie die, was eigentlich aus dem Waldsterben geworden ist? Von diesem hört und sieht man nichts mehr, obwohl gerade Sommerloch ist. 
Die zweite Frage, die sich beim Anblick von so vielen wilden Tieren gerade zu aufdrängt, ist die nach dem richtigen Verhalten, wenn es denn zu einer Kollision kommen sollte. Was ist denn dann zu tun? Gulasch oder Braten?  
Aber die Fleischeslust ist ein anderes Thema. Wir, liebe Leser, kennen uns noch nicht so gut und ich möchte nicht, dass ein falscher Eindruck entsteht. Erholung stand also auf dem Programm und so ein See soll da ja enorm helfen. Geplant waren lange Spaziergänge, aufs Wasser schauen und ein bisschen Tretboot fahren. Sie merken schon, wir nähern uns dem Thema, welches auf dem Bild dargestellt ist. Aber noch sind wir nicht soweit.
Das wirklich feine Wetter tat sein Übriges, um so richtig für Erholung zu garantieren. Für mich ist dies bisher ja der beste Sommer aller Zeiten inklusive denen die noch kommen werden. Allein schon der Juli ist bisher einsame Spitze. Es ist nass, es ist kühl und hin und wieder weht ein frischer Wind von Osten. 
Vielleicht liegt die Bewunderung für dieses Wetter ja an den russischen Genen, von denen ich väterlicherseits ausgestattet bin. Ich benutze diese Gene im Übrigen auch als Erklärungsmuster für meine mir selbst unerklärliche und unheimliche Faszination für Wladimir Wladimirowitsch Putin. 
Nicht politisch, auch nicht so richtig optisch, eher die Mimik begeistert mich. Genau so muss ein russischer Staatsmann aussehen. Außerdem  ist ja bekannt, dass Herr Putin mit dem kleinen Finger anderen das Herz herausreißen kann, da er ja lange beim KGB war. Ihm fehlt zwar alles was ich an Jelzin geschätzt habe, also die russische Tanzbären-Mentalität gepaart mit einem Zuviel an Wodka. Aber dafür hat er dieses in Stein gemeißelte Gesicht. Selbst wenn er versuchen würde zu lächeln, bekäme man es mit der Angst zu tun. 
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Schwimmerstatue Radolfzell am Bodensee
Ach ich schweife ab, also zurück zum Wetter.
Die Wetterunbeständigkeit, der viele Regen und die Temperaturen sind ja nur ein paar Highlights dieses Sommers. Auch darf man nicht vergessen, gerade wenn der mitteleuropäische Sommer widerlich heiß wird, dass die meisten Mitmenschen versuchen ihren exhibitionistischen Drang, mit ein paar wenigen Kleidungstücken, zu verbergen. Da kann schon mal das Auge vor Schmerz brennen und man sich wünschen, DAS oder DAS auf keinen Fall gesehen zu haben. Oft brennt sich das Gesehene für Monate auf die Netzhaut ein und sorgt für unmenschliche Wahnvorstellungen. 
Liebe Leser, ich neige ja nicht wirklich zur Prüderie. 
Ich habe gegen nackte Menschen, Tiere, Statuen etc. prinzipiell nichts. Im Gegenteil, ich habe gerade eine Postkartenserie mit nackten Tiki-Männchen quer durch die Republik geschickt. Aber wie Sie der Abbildung ersehen können, geht diese Skulptur doch ein bisschen zu weit. An der Küste des Bodensees, stolpert man geradezu über diesen Nackedei.  
Selbst bei kurzer Betrachtung, kommt man nicht umhin, dass einem dieses RIESEN- Gemächt auffällt. Als Mann ist das nicht unbedingt ein erbauender Anblick, schon gar nicht als Mittdreißiger. Die Zweifel am eigenen Körper und die Anzeichen für den Zerfall sind ohnehin schon erheblich. Ich nenne hier mal ein paar Eckpunkte, damit sie verstehen, was körperlich so alles im Argen liegt. Unkontrollierte Gewichtszunahme, Glatzenbildung, dafür Haarwuchs an den ungewöhnlichsten Stellen, Potenzprobleme und so weiter. Diese Liste ließe sich noch unendlich weiterführen. 
Was hat der Künstler sich dabei wohl gedacht. Gott bewahre, wenn es eine Künstlerin war, oh mon Dieu! Nicht auszudenken. Welche Erwartungshaltung da der zufällig vorbeischlendernden Weiblichkeit suggeriert wird. Unvorstellbar! Unfassbar!
Also, wenn in Zukunft dieses Kunstwerk Unterbuxen trägt, hab ich in jedem Fall rein gar nichts damit zu tun. Ehrlich!
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Veröffentlicht am: August 4, 2011



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