Der Ritt auf der Kuh oder wie der Tanz um das Goldene Kalb schiefging

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Aloha allerseits… aus unbestimmten Anlass reitet der Tikimann das goldene Kalb. Eigentlich sollte er um das Kalb herumtanzen, aber das ist irgendwie doch eine Kuh geworden….

Die Postkarte geht an den Studiomogulen vom Liquid Studio…

So und nun mal was grundsätzliches zu den Postkarten.

Ich wollte abseits des Computers und des Grafiktablettes mal wieder mit Tusche arbeiten.. Postkarten schienen mir das richtige Medium zu sein. Da es für mich ebenso vergänglich ist wie die digitalen Bilder, aber dem Empfänger im besten Falle erfreut… und irgendwie ist das ausgeartet… Alle Postkarten sind Einzelstücke (auch wenn sich manche ähneln), mit Pinsel getuscht, mit Copics coloriert und daher schlecht reproduzierbar.

Da ich ein recht schlechter Freund bin, Illustriere ich die Postkarten für Freunde, Bekannte und Leser.. dadurch tue ich was für mein Karmaleon und melde mich bei allen mal wieder… Und nein, die kann man sich nicht bestellen, da sonst der Überraschungseffekt dahin wäre… einzig für meinen Bruder hab ich eine Ausnahme gemacht, da er zur Ungeduld neigt.

Zum Motiv… Der Tikimann zieht sich logischerweise durch die Tiki-Serie. Es gibt recht viele Erklärungsmodelle für Tiki-Kultur, Kon-Tiki, Tiki-Mysthik etc… was für meine Tiki-Männchen nicht so viel Sinn macht. Meine geht in Kurzform so. In den späten 50er und Anfang 60er Jahren war zwar der Wohlstand in die US-Amerikanische Gesellschaft geschliddert und bildete eine recht breite Mittelschicht… aber zu großen Fernreisen reichte das Kleingeld nicht aus. Hinzu kam der „Beitritt“ von Hawaii (so ähnlich wie die Geschichte Badens endete.) Die Polynesische Exotik faszinierte und ließ Raum zum träumen.. Bald gab es in fast jeder größeren Kleinstadt eine Tiki-Bar, in der exotischste Cocktails aus Tiki-Bechern geschlürft werden konnten. Life-Style trifft auf aus Palmholz geschnitzte Holzköpfe.

So und nun zu meinem Bezug… momentan ist Reisen nicht mehr drin und so entsteht natürlich Sehnsucht nach exotischen Plätzen… weiter ist für viele im Westen der Osten ja ein vollkommen unbekanntes Terrain. Was den Vorteil hat, dass ich per Postkarte ein Leipzigbild versenden kann, das nur die überprüfen können die zu Besuch kommen. Da ich auch eine Sehenswürdigkeit drauf haben wollte kam ich recht schnell zum Völkerschlachtsdenkmal.. eine materialistische Ausgeburt von Großmachtphantasien.. dieses wiederum mit dem von mir illustrierten Tiki-Männchen macht dieses Bauwerk an sich lächerlich und unwirklich. Hoffe ich zumindest …. Außerdem passt es als Tiki-Tempel hervorragend als Hintergrund. Und wie meine Leser wissen, hab ich es mit Hintergrund nicht so.

Apropo Hintergrund.. ab August bin ich wieder ehrenamtlich für ein Magazin tätig. Diesmal die Straßen- bzw. Obdachlosenzeitung Frei(e)Bürger (hier und hier)… hoffe es gefällt… und vielleicht kauft ja der ein oder andere Leser eine Ausgabe.



Veröffentlicht am: Juli 12, 2011



3 Antworten zu “Der Ritt auf der Kuh oder wie der Tanz um das Goldene Kalb schiefging”

  1. Popgurke sagt:

    Ooops, einmal als Anonyme und einmal als Gurke.. Nun ja, doppelt hält besser..

  2. Popgurke sagt:

    Wunderbar! Ich freu mich auch hier wie Bolle!!

  3. Anonymous sagt:

    Wunderbar! Ich freu mich auch hier wie Bolle!!

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